• Ida Katnic

Mythen und Fakten rund um das Coronavirus

Rund um das Corona-Virus ranken sich inzwischen zahlreiche Mythen und Fake-News, die sich im Netz verbreitet haben. Manche Dinge sind durchaus amüsant, andere erstaunlich und wieder andere führen zu gefährlichen Fehlannahmen. Wir haben einige interessante Fakten zusammengestellt.


1. Hals und Nase föhnen tötet das Virus

In einer Meldung im Internet wurde behauptet, dass das Föhnen im Inneren des Halses die Vermehrung des Virus verhindert. Bitte stecke auf keinen Fall einen Föhn in Mund oder Nase. Die Schleimhaut in der Nase und im Rachen ist eine Schutzschicht gegen Krankheitserreger. Damit sie gesund bleibt und funktioniert, muss sie feucht bleiben. Trockene, gereizte Augen, Nasenwege und Mund machen Sie aufgrund dieser verlorenen Barriere anfälliger für Infektionen der Atemwege, erklären Experten.


2. Wurde das Virus künstlich im Labor gezüchtet?

Obwohl sich Forscher und Wissenschaftler inzwischen einig sind, dass das Corona-Virus einen natürlichen Ursprung hat und vermutlich von einem Tier auf den Menschen übertragen wurde, kursierten im Netz vor allem beim Ausbruch der Pandemie Verschwörungstheorien, es sei künstlich als Biowaffe hergestellt worden. Einige sprachen davon, dass es aus den USA käme, andere aus einem benachbarten Labor in der Nähe des Marktes in Wuhan, wo es ausgebrochen ist. Forscher sagen jetzt, alles Quatsch, der Ursprung des Virus stamme mit Sicherheit aus der Natur.




Visualization of the Corona-Virus


3. Corona vom Menschen auf das Tier übertragbar

Obwohl es bislang immer hieß, dass der Mensch das Corona-Virus nicht auf ein Tier übertragen kann, ist es vor wenigen Tagen doch passiert. Ein Pfleger in einem New Yorker Zoo hat einen Tiger mit der Krankheit angesteckt. Der leitende Tierarzt, Paul Calle des Bronx Zoos ist selbst überrascht. Bisher sei so ein Fall, dass sich ein wildes Tier durch einen Menschen mit Covid-19 ansteckt, noch nie vorgekommen. Die vierjährige Tigerdame weise ähnliche Symptome wie der Mensch auf - trockenen Husten und wenig Appetit. Man gehe seitdem davon aus, dass der Mensch auch seine Haustiere anstecken könne. Das Risiko liege bei Katzen höher als bei Hunden.


4. Wussten es der Asterix-Zeichner und andere Autoren schon?

Hatte der Zeichner von dem Comicband „Asterix in Italien” bereits eine Vorahnung?

In dem Band 37 brüllen die Zuschauer bei einem Wagenrennen „Coronavirus.“ Die Anfeuerungen sind einem bösen Wagenlenker, der tatsächlich den Namen „Corona-virus“ trägt, gewidmet. Er ist der Gegner von Asterix und Obelix. Dieser Name kommt allerdings nicht in der deutschen Ausgabe vor, sondern nur in der englischen und französischen. Auch bei den Simpsons gab im Jahr 1997 eine Folge mit einem Szenario, bei dem es ein Virus, allerdings aus Japan, in einem Postpaket in die USA schafft. Es gibt aber auch zahlreiche Filme, die sich mit dem Ausbruch eines Virus beschäftigen, wie zum Beispiel „Outbreak“, „Contagion“ und „I am Legend.“ In manchen Filmen verwandelt das Virus den Menschen sogar in Zombies, wie beispielsweise im Film „World War Z“ oder der Serien „The Walking Dead.“


5. Gibt es bald einen Impfstoff und hilft ein Medikament gegen Ebola?

Forscher haben jetzt herausgefunden, dass SARS-CoV-2, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslöst, offenbar nur sehr langsam mutiert, was es ihnen ermöglicht, schneller einen Impfstoff zu entwickeln. Doch trotz dieser positiven Prognose gehen die Wissenschaftler nicht davon aus, dass es vor Herbst 2020 oder Frühjahr 2021 einen zuverlässigen Impfstoff geben wird. Parallel dazu, setzten sie auf eine kurzfristige Lösung. Bei der Behandlung Erkrankter werden Medikamente gegen andere Krankheiten, unter anderem HIV, Hepatitis, SARS, MERS, Ebola und Lungenkrankheiten eingesetzt, die es entweder bereits auf dem Markt gibt oder sich schon in der Entwicklung befinden. Auch ein altes Malaria-Medikament wird derzeit geprüft. Forscher bezeichnen das als "Repurposing" der Medikamente. Ein Beispiel ist das UKE in Hamburg. Hier wurden Kranke bereits mit einem Medikament gegen Ebola behandelt. Das Medikament hat angeschlagen und die Behandlung verlief bislang positiv.



Faktencheck am Laptop

6. Vorläufiger Stopp der Produktion des mexikanischen Biers

Nach einer Anordnung der mexikanischen Regierung darf der Hersteller des Corona-Biers das Getränk vorerst nicht mehr herstellen. Der Bierbrauer steht damit nicht alleine da. Auch andere Firmen im Land musste ihre Produktion aufgrund der Corona-Krise zunächst einstellen. In diesem Zusammenhang zu einem Mythos, der ebenfalls einige Zeit verbreitet war: Ein erhöhter Alkoholkonsum helfe, dass Corona-Virus im Mund- und Rachenraum abzutöten. Das ist natürlich komplett falsch. Vielmehr mache Alkohol das Immunsystem noch anfälliger für Krankheiten.

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© 2020 by Hanni Heinrich.

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