• Ida Katnic

Die Garden Route: Der schönste Roadtrip Südafrikas

Verwunschene Wälder, malerische Strände, wilde Tiere und gemütliche Ortschaften machen die wohl bekannteste Touristenstrecke Südafrikas aus: Die Garden Route


Richtig viel Zeit sollten Südafrika-Liebhaber für einen Roadtrip auf der Garden Route einplanen, denn wer wirklich alle Sehenswürdigkeiten sehen möchte, sollte schon einige Woche einplanen. Zu erleben gibt es hier so einiges: Wanderungen in Nationalparks, einen Bungee-Sprung oder eine Kanutour. Die Garden Route steht nämlich auch für Entspannung und Genuss. An den Knysna Heads, einer kleinen Halbinsel, und in Plettenberg Bay kann man abends die Sonne in den schönsten Farben untergehen sehen.

Sonnenuntergang in Plettenberg Bay

Da die Garden Route vielerlei Abwechslung bietet, wird sie von jedem geliebt und ist ein Muss für jeden Südafrika-Urlauber. Als Familiendestination hält sie auch die kleinsten Gäste bei Laune, wenn sie am Strand von Plettenberg Bay die Zeit vergessen, durch die magischen Wälder im Tsitsikamma Naturreservat spazieren, die Affen im „Monkeyland“ oder die großen Ara Pagapeie im „Birds of Eden“ besuchen oder Elefanten im „Addo Elephant Park“ beobachten. Aktivurlauber sind zwischen Wilderness und Knysna beim Wandern oder Kanufahren gut aufgehoben oder auch im Natures Valley bei Storms River.



Wo starten?

Am besten startest du in Kapstadt. Von hier aus gehts es ins Weinland, dann über Hermanus weiter nach Mossel Bay, Knysna, Plettenberg Bay und Jeffreys Bay bis schließlich hin nach Port Elisabeth. Auf dem Rückweg nach Kapstadt bietet sich ein Schlenker über Oudtshoorn und Swellendam an.

Die Highlights der Garden Route

Mossel Bay,

Die Bucht der Muscheln ist das Tor zur Garden Route. Hier kannst du im “Bartholomäus Diaz Museum” das große Schiff bewundern, das “Shell Museum” und ein Aquarium besuchen. Wenn du eine elegante Safari machen willst, dann fährst du einfach ins Gondwana Game Reserve bei Mossel Bay.



Knysna

Dieser Ort mit dem unaussprechlichen Namen ist für seine Austern und Urwälder bekannt und beliebt. Hier stehen teils über 800 Jahre alte Bäume, Kap-Kastanien und Stinkwood Bäume. Der Name ist wirklich Programm.



Plettenberg Bay

Plett, wie die Stadt von Locals genannt wird, liegt geschützt hinter der Halbinsel des Robberg Naturreservats. Hier ist das Wasser warm und windgeschützt. Das zieht nicht nur zahlreiche Besucher an, sondern auch Wale, Robben und Delfine.


Schwimme in den Sonnenuntergang hinein

Bloukrans Bridge

Die höchste Brücke Afrikas bietet eine gute Möglichkeit für Bungee Jumping. Es geht satte 216 Meter in die Tiefe, bevor man wieder in die Höhe schnellt, ein paar Mal auf- und abfedert und letztlich wieder auf wackeligen Beinen zum Stehen kommt. Bist du mutig genug?



Tstsikamma National Park Majestätisch stehen die rund 40 Meter hohe Bäume in dem Nationalpark da und bilden eine wunderbare Kulisse für z.B. dem “Blackwater Tubing“ - mit Gummireifen den Bach hinunter fetzen, dem Kajakfahren oder einer romantischen Schifffahrt über den Storms River. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Wanderwege, bei denen man an tollen Wasserfällen Halt machen kann. Wer es actionsreicher mag, kann z.B. Quad fahren, reiten oder sich wie ein Äffchen bei Canopy-Touren durch den Urwald hangeln – dass entscheidest du.


Addo Elephant Park Neben Elefanten siehst du hier auch Löwen, Büffel, Hippos, Leoparden, Kudus, Warzenschweine.


Und was ist mit Pinguinen an der Garden Route?


Reiseveranstalter Jörg Lorenz

Der 51-jährige Reiseveranstalter und Südafrika-Fan Jörg Lorenz rät den Reisenden unbedingt einen Stopp in Bettys Bay (vor Hermanus) zu machen. „Man sieht hier viele Pinguine in schöner Kulisse und es ist deutlich weniger los als am Boulders Beach in Simons Town“, sagt der Deutsche, der 2019 nach Kapstadt gekommen ist und Reisen für Touristen organisiert. Unbedingt sehenswert, sagt er, sei auch das Wale-Watching in Hermanus. Von Mai bis Oktober sei es möglich, vom Ufer auf Wale zu sehen. „Ein Highlight ist mit Sicherheit auch das Kogel Bay Resort. Es liegt circa eine Autostunde von Kapstadt entfernt, zwischen Gordon's Bay und Rooi Els. Der lange Sandstrand und die Vegetation sind dort sehr schön“, sagt Jörg.

Mit dem Fahrrad die Garden Route entlang

Die 28-jährige Sonja Deutschendorff bietet geführte Fahrradtouren auf der Garden Route an. „Mein Lieblingsort auf der Garden Route ist Plettenberg Bay.


Tourguide Sonja Deutschendorff

Das Städtchen ist süß, man kann alles kaufen und es gibt schöne Strände und viele andere Attraktionen in der Nähe“, sagt sie. Für Knysna empfiehlt sie, zu den Knysna Heads zu fahren, um eine schöne Aussicht aufs Meer und die Lagune zu genießen.


„Ich finde es lohnt sich, in einem der sogenannte „Farmstalls“ – von Bauern betriebene Hofläden für einen Kaffee Rast zu machen, da sie leckeren selbstgemachten Kuchen und Kekse dazu anbieten“, sagt Sonja.

Seven Passes Road an der Garden Route


Reisebuchautor und Autoliebhaber Dieter Losskarn

Der Reisebuchautor Dieter Losskarn lebt seit 1994 in Kapstadt und hat über die Garden Route verschiedene Reiseführer geschrieben. Der 51-Jährige hat sich nach seiner ersten Reise in Südafrika in das Land verliebt und ist geblieben.


Für die Garden Route empfiehlt er zum Beispiel die „Seven Passes Road“, die zwischen den Städten George und Knysna entlang führt. „Unterwegs zweigt die Gebirgsstraße nach rechts in Richtung Wilderness ab. Ein Stückchen weiter weist dann ein Schild zum Aussichtspunkt Map of Africa hin, der seinen Namen dem Umstand verdankt, dass der Verlauf des Kaaimans River von Süden her betrachtet den Umrissen Afrikas ähnelt“, erzählt er. Für Reisende, die wenig Zeit haben, empfiehlt Dieter, lieber den Elephant Sanctuary statt den Knysna Elephant Park zu besuchen und mit einem erfahrenen Führer eine zweistündige Sundowner-Elefantentour mit anschließendem Drink zu buchen.


Warum heißt sie eigentlich Garden Route? Das Herzstück der Garden Route ist die über 200 Kilometer Lange Strecke zwischen Mossel Bay und Storms River. Hier ist die Natur ursprünglich und üppig. Die Entdecker dieser Route fanden, dass diese Region wie Garten Eden wirkte, daher der gaben sie ihr diesen Name.

Heißer Tipp: Neben dem Krüger Nationalpark und Kapstadt, zählt die Garden Route zu den beliebtesten Regionen Südafrikas. Die Garden Route dient auch als Lernort für nachhaltige Entwicklung und setzt Umweltschutz mit wirtschaftlicher Entwicklung gleich. Deshalb ist es eines von neun Biosphärenreservaten in Südafrika. Weitere Reservate befinden sich in den Magaliesbergen, im Kogelberg Naturreservat und im Weinland am Kap.

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© 2020 by Hanni Heinrich.

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