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Das Leben unter Lockdown Level 4

Aktualisiert: Mai 2

Ab dem 1. Mai gibt es vorsichtige Lockerungen bei der Ausgangssperre in Südafrika. Wie bei so vielen Vorschriften, die im Rahmen dieses Lockdowns erlassen wurden, sind diese noch in Arbeit und können sich im Laufe der Wochen ändern.

Die Corona-Pandemie trifft das wirtschaftlich angeschlagene Südafrika hart. Schon vordem Virus hatte die Wirtschaft keinen guten Stand. Die Regierung hat ein gewaltiges Hilfspaket in Höhe von zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufgelegt. Es soll in soziale Bereiche fließen und den Bedürftigen helfen. Aber auch den Unternehmen. Besonders die arme Bevölkerung leidet unter der schon vierwöchigen, extrem strengen Ausgangssperre. Viele waren Tagelöhner. Viele sorgen sich um die Folgen für die Wirtschaft. Präsident Ramaphosa kündigte jetzt vorsichtige Lockerungen an, obwohl die Zahl der Corona-Fälle ansteigt. Die Regierung will die Lockerungen schrittweise durchsetzen. Viele Industriezweige und Geschäfte dürfen unter strengen Hygienevorschriften wieder öffnen. Weiterhin sollen so viele Menschen wie möglich im Home-Office arbeiten.

Was sich ab Freitag, 1. Mai ändern wird:

Maskenpflicht

Die Alltagsmaske wird auch in Südafrika Pflicht. Das neue Accessoire gibt es in bunten Stoffen aus SchweSchwe (Sishweshwe). Die Prints sind an die ikonischen Muster des Basotho-Stammes angelehnt. Aber auch in Denim, mit Blümchendruck, südafrikanischer Flagge oder in mit glitzernden Pailletten sind die Masken erhältlich. Wer näht? Hobby- und Profidesigner.



Mehr Einkaufen

Bis jetzt war das Einkaufen auf das Nötigste wie Lebensmittel und Medizin beschränkt. Geschäfte öffnen unter strengen Hygienemaßnahmen.

Ab dem 1. Mai können Elektrogeräte wie etwa Laptops, Telefone, Heizdecken (die kühle Jahreszeit steht vor der Tür) eingekauft werden. Winterbekleidung, Schulbücher und -zubehör sind ebenfalls zugänglich. Raucher durften kurz aufatmen, aber dann doch nicht. Das ewige hin und her, ob Zigaretten verkauft werden dürfen oder nicht, endete wieder in einem Verkaufsverbot für Zigaretten. Das Alkoholverbot bleibt vorerst bestehen und soll ab Level 3 aufgelockert werden.


Geschäfte öffnen ab 1. Mai unter strengen Vorschriften

Take Away

Kein Bock auf Kochen? Viele Restaurants in Kapstadt bieten ab 1. Mai Lieferservice an.

Darunter Jason Bakery, Scheckter’s Raw und The41Restaurant in Camps Bay.

Zur Freude der Mitarbeiter, denn das Personal der Restaurantküchen darf wieder arbeiten, wenn das Restaurant für Lieferungen wieder öffnet. Bestellungen können telefonisch oder per Mail zwischen 9 und 19 h gemacht werden.



Ausgangsverbot zwischen 20 und 5 Uhr

Mit dem Hund Gassi gehen, mal eben zum Shop oder eine Runde um den Block. Das geht. Und zwar täglich von 6 bis 9 Uhr (Ob im Dunkeln morgens die Sea Point Promenade dann voller Jogger ist?) Laufgemeinschaften, Fuß- oder Volleyballspielen am Strand oder im Park bleiben erstmal verboten bleiben. Strikte Ausgangssperre für alle herrscht von 20 bis 5h.



Langsam wieder Arbeit aufnehmen

Alle systemrelevanten Betriebe bleiben weiterhin offen. Wieder Arbeit aufnehmen dürfen Automobilhersteller, Schreibwarenhersteller sowie Zement-, Hardware- und Baumaterialhersteller. Sie können schrittweise auf 50 % hochfahren. 70 % der öffentlichen Verkehrsmittel nehmen den Betrieb und strengen Hygienevorschriften wieder auf.

Sozialarbeiter und Berater können auch wieder arbeiten sowie Wald- und Gartenarbeiter. Ebenfalls darf in den Minen langsam wieder die Arbeit aufgenommen werden. Call-Center dürfen wiedereröffnet werden - weitere Einzelheiten, welche und wie sie wiedereröffnet werden dürfen, werden im Laufe der kommenden Woche erläutert. Hausangestellte und Betreuer dürfen wieder arbeiten, wo Hygiene- und Abstandsvorschriften eingehalten werden.

Autoreparatur Während des strikten Lockdowns Level 5 durften nur systemrelevante Autos wie etwa Notfallfahrzeuge repariert werden. Ab 1. Mai kann jeder Reparaturen an seinem Wagen vornehmen, wenn nötig.

Reisen in eine andere Provinz?

Reisen in ein anderes südafrikanisches Bundesland bleibt bis auf wenige systemrelevante Ausnahmen weiterhin verboten. Allerdings ist es erlaubt zwischen dem 1. und 7. Mai in seine Heimatprovinz zurückzukehren.

Reisen in eine andere südafrikanische Provinz bleibt erstmal verboten

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